Dein erster Norwegerpullover muss kein Projekt sein, vor dem du Respekt hast

Dein erster Norwegerpullover muss kein Projekt sein, vor dem du Respekt hast

Mehrere Farben, ein Muster, das sich einmal um die ganze Passe zieht oder gar über den ganzen Pullover und plötzlich sieht ein Norwegerpullover nach ziemlich viel Strickerfahrung aus.

Vor allem, wenn man bisher hauptsächlich kleinere Projekte oder glatt rechts gestrickt hat, wirkt so ein Pullover schnell wie eines dieser Projekte, die man sich für „irgendwann später“ oder für "wenn ich genügend Erfahrung habe " aufhebt. 

Dabei sieht man dem fertigen Pullover eigentlich gar nicht an, wie er entsteht. 

Norwegerpullover in Beige mit lila und rotem Muster in der Rundpasse, von hinten fotografiert

Einfach mit der ersten Runde anfangen

Wenn man einen Norwegerpullover anschaut, sieht man zuerst das große Ganze: verschiedene Farben, Zacken, kleine Motive und mehrere Musterreihen, die zusammen eine ganze Passe ergeben.

Beim Stricken sieht das anders aus.

Detailaufnahme eines Norwegermusters am Ärmelbündchen in Hellblau und Graubraun

Da ist es erst einmal nur eine Runde. Dann die nächste. Hier ein paar Maschen in einer Farbe, dort ein Farbwechsel. Und irgendwann schaut man auf das Gestrickte und merkt, dass aus diesen einzelnen Runden tatsächlich das Muster geworden ist, das vorher noch so kompliziert aussah.

Vielleicht ist es das Schöne bei Norwegermustern. Man muss am Anfang noch gar nicht die ganze Technik können. Man übt sie einfach nach und nach und lässt das Muster Runde für Runde entstehen.

Nur noch eine Runde …

Und dann passiert etwas, das man bei einem schlichten Pullover nicht unbedingt hat.

Man möchte wissen, wie es weitergeht.

Noch die nächste Musterrunde. Noch schauen, wie die zweite oder gar dritte Farbe dazukommt und wirkt. Noch bis zu der Stelle, an der sich das Motiv verändert.

Aus dem Muster, vor dem man vorher ein bisschen Respekt hatte, wird plötzlich genau der Grund, wegen dem man nicht aufhören möchte zu stricken und was am Anfang noch ungewohnt war, wird dabei ganz nebenbei vertrauter.

Vielleicht ist dein erster Norweger einfach dein nächstes Projekt

Der erste Norwegerpullover muss also vielleicht gar nicht der Pullover sein, den man erst strickt, wenn man „gut genug“ dafür ist.

Vielleicht darf es einfach der Pullover sein, bei dem man zum ersten Mal eine zweite Farbe dazunimmt. Die erste Musterrunde strickt. Und dann noch eine.

Der Rest kommt Runde für Runde.

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